Chaosstart - aber Zwischenziel erreicht

Veröffentlicht am 15. Juli 2026 um 23:23

15. Juli - 6. Tag on Tour - Dorf Tirol -> Kalterer See

Nach einer sehr entspannten Nacht folgte ein entspannter Morgen mit der nun schon bekannten Routine: Sachen zusammenpacken, Frühstück für mich, Kutschen beladen, Frühstück für´s Rudel, netter Plausch mit der Wirtin und anderen Hotelgästen und dann schon wieder ab auf die heutige Etappe. Die klang ja sehr unspektakulär, wäre da nicht Andys Navi in Konkurrenz zu diversen Straßensperren getreten. Ehe wir den Radweg erreicht hatten, haben wir private Apfelplantagen „besichtigt“ (Durchfahrt verboten 🤫), ein paar filmreife Szenen auf einer sehr gut befahrenen Straße geboten (meine Menschen waren kurz auch nicht nett zueinander 😬), sind in Sackgassen gelandet um dann in einem großen Umweg endlich doch noch den richtigen Weg zu finden. Am Fluss haben wir alle kurz durchgeschnauft, die Gemüter wieder beruhigt und die Steinmännchen bewundert. Dann hatten sich alle wieder lieb, wir sind aus Meran raus geradelt und haben den Etschradweg wieder erreicht. Dort haben wir gut Kilometer gemacht, aber nach einiger Zeit hat sich das Rudel die Aufregung zu Beginn der Etappe wieder herbeigesehnt: links eine Bahntrasse, rechts die Etsch und zwischendrin ein endlos langer, immer geradeaus führender Radweg, der an Langeweile kaum zu überbieten war. Immerhin war es bewölkt - in der prallen Sonne wären wir sonst alle an den Rand des Wahnsinns gekommen! Nach 21 km vollkommener Eintönigkeit ging’s dann endlich rechts ab über die Etsch Richtung Kalterer See. Die Stimmung schlug sofort um („Ach, wie ist das schön!“…), als wir durch tolle Weinberge, kleine Wäldchen und Dörfchen gefahren sind. Seeehr idyllisch! Eine kleine Rast haben wir bei „Christl im Loch“ (ja, so heißt der Gasthof wirklich - sowas kann man sich ja nicht ausdenken!) gemacht. Und was lag auf der Käseplatte? MOZZARELLA 🥳 Ich war äußerst angetan und glücklich, dass das Rudel mit mir geteilt hat 🥹 Die letzten etwa 5 km durch die Apfelplantagen, Weinberge und -felder war denn für alle ein absoluter Genuß! Im Hotel angekommen wollte ich schon die Pfötchen ausstrecken, aber offenbar war es dafür noch zu früh am Tag. Das Rudel hat die Klamotten gewechselt, die Wanderschuhe angezogen und wollte noch wandern gehen 😳 Zum Glück zog nach etwa einem Kilometer ein Gewitter auf und meine Menschen sind zu der Erkenntnis gekommen, dass eine kleine Siesta auch nicht schlecht wäre 😬 Frisch und munter sind wir abends zum See gelaufen, das Rudel hat sehr gut gespeist und sich dann mit einem sehr netten Paar an unserem Tisch so richtig schön festgequatscht. Die haben über Gott und die Welt geplauscht und das hätte bestimmt noch länger gedauert, hätte ich nicht irgendwann dezent auf mich und mein kleines Hüngerchen aufmerksam gemacht. So haben sich alle sehr herzlich voneinander verabschiedet und ich habe meinem Rudel sehr bestimmt den Weg zum Hotel gezeigt (an meinem Orientierungssinn könnten sich meine Menschen mal ne Scheibe beschneiden - damit ließen sich solche Chaos-Szenen wie zu Beginn dieser Etappe wahrscheinlich vermeiden…). Dann gab’s endlich Abendessen für mich und nun habe ich satt und müde meine Pfötchen ausgestreckt 😴

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