Halbzeit - jetzt geht’s (fast) nur noch bergab

Veröffentlicht am 13. Juli 2026 um 21:47

13. Juli - 5. Tag on Tour - Reschensee -> Dorf Tirol

Das hat bald nichts mehr mit Urlaub zu tun! Ich musste heute schon wieder zeitig aufstehen! Um 7 gab‘s tatsächlich schon Frühstück für mich, Andy hat die Kutschen fertig gepackt, danach Frühstück für meine Menschen und schon waren wir auf dem Radweg. Erst ging’s am Reschensee entlang. Wir haben noch einen kurzen Stopp an einem Kirchturm gemacht, der stand doch echt mitten im Wasser 😳 Das war irgendwie ein trauriger Anblick. Der Kirchturm ist fast das einzige, was von dem alten Dorf Graun noch übrig ist, seit das Tal dort für einen Stausee geflutet wurde. So schön der Reschensee ist, aber für den haben Menschen ihre Häuser und ihre Kirche verloren 😞 Ich habe auf meine Weise kundgetan, was ich davon halte 💩😬 Mehr Protest geht nicht, finde ich! Als wir den Reschensee hinter uns gelassen haben, ging’s immer an der Etsch entlang fast nur bergab. Meine Menschen haben da Geschwindigkeiten erreicht, die mir ja glatt die letzten Wellen auf dem Fell gezogen haben! Bei einem kurzen Stopp an der Etsch (dem Rudel taten diesmal die Arme weh, nicht die Beine) konnte ich mich noch völlig benebelt vom Geschwindigkeitsrausch nicht entscheiden, ob ich mir erst die Pfötchen kühlen sollte oder doch lieber erst Pippi mache. Egal, obwohl ich ein Rüde bin, kann ich auch zwei Dinge gleichzeitig machen und die Etsch war dann um ein paar Tröpfchen reicher 🤭 Wir sind der Etsch weiter gefolgt. Ein super toller Radweg mit ganz viel Schatten, aber auch ordentlich Gegenwind. Eine längere Pause habe wir am einen schönen Fischteich gemacht. Dort habe ich entspannt die Forellen, einen Graureiher (Janine erzählte irgendwas von Buffet, aber ich habe keins gesehen) und eine Eidechse beobachtet. Von der Jausenplatte habe ich tatsächlich auch was abbekommen - weil ich so ein toller Reisebegleiter bin, sagen meine Menschen. Eigentlich bin ich ja der Reiseleiter , aber des lieben Friedens Willen verrate ich das Andy und Janine nicht… Wir folgten der Etsch weiter, sind durch viele Apfelplantagen und kleine Dörfer gefahren, es wurde immer heißer (und ich kenne auch auf dieser Strecke jetzt jeden Dorfbrunnen), bis wir nach 80 km in Merane waren. Fein, dachte ich mir, gleich am Ziel! Nunja, fast ist offenbar relativ. Es waren nur noch 5 km bis Dorf Tirol, die aber nicht etwa in sanften Serpentinen bergan zu fahren waren, sondern echt direkt nach oben. Man, hat das Rudel geschwitzt und geschimpft  😆 Ich konnte mir ganz in Ruhe die Weinberge und die vielen schönen Häuschen am Weg anschauen, die Menschen hatten da aber komischerweise keinen Blick für. Schade, denen ist echt was entgangen 😉 Im Hotel angekommen mein „Highlight“ des Tages: ich musste DUSCHEN 😱 Janine meinte, ich würde mich speckig anfühlen! Frechheit! Das waren meine Erinnerungen  an unsere bisherige Tour: frischgemähte Wiesen, alle Teppiche aus unseren bisherigen Hotels, Brunnen und Flüsse - alles, was ich mir mühevoll ins Fell eingearbeitet habe: WEG! 😤 Dafür durfte ich dann frisch und flauschig mit dem Rudel ins Dorf runter (im wahrsten Sinne des Wortes) zum Abendessen flanieren, habe danach auch mein Dinner serviert bekommen, strecke nun meine Pfötchen aus und überlege mir, wo ich ganz schnell neue Erinnerungen herbekomme 🐶😬😴

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