Safety first - oder was alles passieren kann, aber bitte nicht sollte!
Meine Menschen sind ja seeeeehr auf darauf bedacht, dass es mir gut geht. Besonders das Thema Futter ist ja bei mir sehr heikel. Und bei der Planung sprach Janine auch immer wieder von „Nottfall“ und „Erste Hilfe“. Was das für mich bedeutet? Schaut selbst…

Erste Hilfe
Je näher unsere Reise rückte, desto unruhiger wurde Janine. Ich hab’s genau gesehen: sie hat immer wieder gegrübelt, mich nachdenklich angeguckt und auf diesem kleinen schwarzen Brettchen rumgetippt. Und dann ist sie mit mir zu Anja und ihren Fellkeksen gefahren - wir haben gemeinsam einen Erste-Hilfe-Kurs nur für mich gemacht!
Begonnen hat es ganz harmlos mit Theorie: Normalwerte beim Hund usw. Also habe ich mich entspannt hingelegt und den beiden etwas gelauscht. Aber dann fielen so Wörter wie „Vergiftung“, „Wunden“, „Verbrennungen“, „Schock“ und dann sogar „Herz-Kreislauf-Stillstand“ und „Wiederbelebung“!!! Oh Mann, da wurde mir erstmal bewusst, was mir eigentlich alles passieren könnte! Da bereitet einen ja als Hund auch niemand vor… Aber Anja hat Janine ganz toll und mit viel Fachwissen und Erfahrung erklärt, was in welchem Notfall zu tun ist. Dann wurde das Wissen direkt an mir vermittelt: ich habe eine Maulschlinge verpasst bekommen (Frechheit!), Janine hat meinen Puls gefühlt, weiß jetzt, wie ich wiederbelebt werden kann und hat mir auch noch einen Pfotenverband angelegt (gut, dass ist noch ausbaufähig…) . Dann haben wir auch noch mal geschaut, was alles so in meine Reiseapotheke gehört. Vieles haben wir schon immer dabei gehabt, aber manches hat Janine im Nachhinein noch ergänzt.
Fazit: Janine guckt wieder entspannter, bremst mich trotz des Wissens, was passieren KÖNNTE, nicht ein und ich weiß, dass ich mich im Notfall auf sie verlassen kann!

Bitte nur selbstgekocht - ein Gourmet auf Reisen
Andy und Janine finden gutes Essen ja toll und kochen sehr gerne. Anfangs haben sie es noch probiert, mir so ganz unkompliziert Trocken - und Nassfutter zu „kredenzen“. Aber hey, ich bin doch ein vollwertiges Familienmitglied und soll auf gutes Essen verzichten? Nö, nicht mit mir! Ich habe konsequent alles Fertigfutter verweigert, bis Janine auch für mich gekocht hat. Erfahrung hatte sie durch meinen „ großen Bruder im Geiste“ Tommy ja schon, daher war es für sie kein Problem. Janine kocht vieles schon in größeren Mengen vor und friert es dann portionsweise ein. Also im normalen Alltag total unkompliziert. Auch auf Reisen hat das bisher super geklappt: die ganzen Portiönchen wurden gefrostet mitgenommene und in den jeweiligen Unterkünften wieder ins Gefrierfach gepackt ( da achten meine Menschen sehr drauf, dass ein solches vorhanden ist) .
Mit dem Fahrrad ist das ja nun mal nicht ganz so einfach. Janine hat Anfang des Jahres mehrere Versuche gestartet, mit Fertigfutter in den verschiedensten Varianten unterzujubeln. Da hat sie sich aber auch ganz schön blenden lassen von den (echt netten) Verkäuferinnen im Fressnapf. Aussagen wie „Das mag wirklich JEDER Hund“ oder „Das mögen sie ALLE“ hat sie ernsthaft geglaubt! Aber nicht mit mir: Ich bin nicht „Alle“ und „Jeder“ - ich bin Hugo und in Sachen Ernährung kompromisslos! Ich habe Janine wirklich alles um die Ohren gespuckt! Bei mir kommt nur Selbstgekochtes in den Napf!
Lösung: ein paar wenige Notrationen Rindergulasch, Putenbrustragout und meine geliebte Bolognese dürfen eingekocht mitreisen, ansonsten wird das Fleisch unterwegs täglich frisch gekauft. Somit mit dabei: Kochplatte, mein Mini- Kochtopf und für den Gemüseanteil Babygläschen. Meine Mineralzusätze und so Kleinigkeiten wie Flohsamenschalen, Leinsamen, Hafer- und Reisflocken. Andy verdreht zwar die Augen, weil er es ja schließlich alles ziehen muss, aber mir zuliebe tritt er nochmal kräftiger in die Pedale 😇